Kommunikationshürden bei Dyspnoe

So gelingt das Gespräch über Atemnot

ERS* Congress 2026
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Stand: 
|Lesezeit: 3 Min
Patientinnen und Patienten mit Atemwegserkrankungen sollten regelmäßig auf etwaige Dyspnoe gescreent werden.

Kurzatmigkeit, erschwerte Atmung, Atemnot – schon die deutsche Übersetzung von Dyspnoe ist uneindeutig. Da wundert es nicht, dass das Symptom ganz unterschiedlich verstanden werden kann. Und wie gravierend es im Einzelfall wirklich ist, lässt sich noch schwerer erfassen.

Atmen ist eine besondere Funktion des Körpers und eng mit Wohlbefinden und Emotionen verbunden, aber auch von großer Bedeutung im kulturellen, psychologischen und spirituellen Sinne, erklärte Prof. Dr. ­Havi ­Carel, Philosophin von der Universität Bristol. Dyspnoe wird durch kognitive Einflüsse verändert, z. B. durch Erfahrungen, Erwartungen und Überzeugungen. Eine interozeptive Hypervigilanz und negative Rückkopplungen können die Symptomwahrnehmung verstärken. Dazu kann es zu einer zunehmenden Dekonditionierung und Selbstlimitierung kommen. Die Dyspnoe kann emotional bedeutsam und mit einem erlebten Trauma verbunden sein. Zudem bedeutet eine schwere Atemnot die Erfahrung der Todesnähe.

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