Acne inversa: Januskinase-Inhibitoren könnten helfen
Stress und die Aktivierung des JAK/STAT1*-Signalwegs in den Keratinozyten scheinen eine bedeutende Rolle bei Acne inversa zu spielen. Dies ist das Ergebnis einer Transkriptomanalyse, von deren Ergebnissen Dr. Verena Frings und Kollegen vom Universitätsklinikum Würzburg berichten.
Das Team hatte läsionale und periläsionale Hautproben von fünf Patienten mit Acne inversa mittels RNA-Sequenzierung untersucht. Es zeigte sich, dass die betroffenen Hautareale von starkem Stress gekennzeichnet sind. Nicht nur eine AP-1**-gesteuerte Gensignatur war signifikant überrepräsentiert, auch die zelluläre Weiterleitung der Stresssignale war deutlich verstärkt, erkennbar an der ausgeprägten Aktivierung des c-Jun-N-terminale-Kinase-Pfades.
Gleichzeitig fanden die Forscher eine deutliche STAT1-Aktivierung in den Knoten. Diese beruht den Autoren zufolge u.a. auf einer genetisch bedingten Überproduktion von Gamma-Interferon.
Stresssignale und die Aktivierung des JAK/STAT1-Signalwegs sind bei Acne inversa offenbar von zentraler Bedeutung. Demnach könnte die Blockade durch JAK-Inhibitoren ein neuer Ansatz zur Therapie der Erkrankung sein.
* Januskinase/signal tranducers and activators of transcription
** Aktivator-Protein-1
Quelle: Frings VG et al. JEADV 2022; 36: 2488-2498; DOI: 10.1111/jdv.18465