Größere Studien stehen noch aus

KI etabliert sich weiter in der Melanomdiagnostik

Aus der Fachliteratur
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KI-Systeme erreichten insgesamt eine etwa gleich hohe Sensitivität und Spezifität bei der Melanomdiagnostik.

Schneiden auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Instrumente beim Melanomscreening so gut ab wie die Dermatoskopie in den Händen einer Hautärztin oder eines Hautarztes? Tatsächlich erreichten KI-Systeme insgesamt eine etwa gleich hohe Sensitivität und Spezifität bei der Melanomdiagnostik.

Trotz guter Daten bleibt der Mensch Trumpf

Dennoch reicht die bisherige Forschung für klare Empfehlungen nicht aus: so das Ergebnis einer Metaanalyse von 11 prospektiven Studien mit 50 Dermatologinnen und Dermatologen und mehr als 2.500 teilnehmenden Patientinnen und Patienten. In neun Untersuchungen wurde die Qualität der fachärztlichen Diagnostik und in fünf Studien die der KI über eine histopathologische Untersuchung überprüft.

In der gepoolten Analyse erkannten die Fachärztinnen und -ärzte ein Melanom mit einer Sensitivität von 78,6 % und einer Spezifität von 75,2 %. Die KI erreichte mit 80,9 % und 75,6 % etwa gleich gute Ergebnisse. Ließ sich die Ärztin oder der Arzt durch KI unterstützen, was in einer Studie untersucht worden war, ergab sich eine Sensitivität von 91,9 % und eine Spezifität von 83,7 %. Grundsätzlich schnitten KI-Systeme besser ab, die mit größeren Datenmengen trainiert worden waren.

Auch wenn die Ergebnisse dazu ermutigen, KI für die Melanomdiagnostik im klinischen Alltag verstärkt zu nutzen, rät das Autorenteam angesichts verschiedener Faktoren der beurteilten Arbeiten, größere, multizentrische und methodisch genauere bzw. einheitlichere Studien zu dieser Fragestellung abzuwarten.

Laiouar-Pedari S et al. JAMA Dermatol 2026; doi: 10.1001/jamadermatol.2026.0217

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