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Der Gestationsdiabetes ist definiert als eine Glukosetoleranzstörung, die erstmals in der Schwangerschaft auftritt. Sie wird mit einem oralen Glukosetoleranztest (oGTT) unter standardisierten Bedingungen und mittels Glukosemessung aus venösem Plasma nachgewiesen. Bei stark erhöhten Blutzuckerwerten ist die Diagnose auch ohne oGTT möglich.
ICD10-Code: O24
Symptomatik
Polydipsie
Harnwegs- und Nierenentzündungen
Erhöhte Fruchtwassermenge
Glukosurie
Untersuchung
Als Risikofaktoren gelten z.B. Alter ≥35 Jahre, BMI ≥30 kg/m2, familiäre Diabetesbelastung, asiatische Herkunft, makrosomes Kind in der Anamnese und Gestationsdiabetes in einer früheren Schwangeschaft. Zum Screening wird allen Schwangeren ein Vortest mit 50 g Glukose vorgesehen. Bei pathologischem Ergebnis folgt der klassische orale Glukosetoleranztest.
Labor
Im Screening-Test auf Gestationsdiabetes gelten Blutzuckerwerte über 135 mg/dl als verdächtig. Betroffenen Schwangeren wird dann ein klassischer oGTT mit 75 g Glukose empfohlen. Ein Gestationsdiabetes besteht wenn dabei nüchtern 92 mg/dl, nach einer Stunde 180 mg/dl und nach zwei Stunden 153 mg/dl erreicht oder überschritten werden.
Differenzialdiagnostik
Als Differenzialdiagnose gilt die physiologische Schwangerschaftsglukosurie.
Pharmakotherapie und nichtinvasive Therapie
Therapeutisch genügt in den meisten Fällen schon eine Ernährungsumstellung kombiniert mit körperlicher Bewegung, wenn nicht, ist eine Insulinbehandlung angezeigt. Damit soll der Blutzuckerspiegel nüchtern auf 65-95 mg/dl eingestellt werden, eine Stunde postprandial sollen sie unter 140 mg/dl liegen.
Invasive und Interventionelle Therapie
Bei einem Fehlschlag der Therapie muss man vermehrt mit makrosomen Kindern und Kaiserschnittentbindungen rechnen.
Notfallmanagement
Schwangere mit Gestationsdiabetes tragen ein erhöhtes Risiko für Präeklampsie, Hypertonie und Harnwegsinfekte. Neugeborene entwickeln vermehrt Hypoglykämien, da die mütterliche Blutzuckerzufuhr wegfällt. Sie sollten deshalb möglichst in der ersten halben Stunde nach der Geburt gestillt oder gefüttert werden.
Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ), Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin e.V. (GNPI):Betreuung von Neugeborenen diabetischer Mütter
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