Kälte stresst Insulin und Technik
Frostige Temperaturen können Insulin unwirksam machen und Blutzuckermessgeräte, Pumpen und Pens lahmlegen. Der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe warnt: Kälte gefährdet Stoffwechsel, Haut und Füße – und fordert besondere Wachsamkeit in der Winterzeit.
Insulin kann bei Temperaturen unterhalb von 2 °C einfrieren und seine Wirkung verlieren, auch wenn es sein Aussehen nicht verändert. Messtechnik, Teststreifen und Systeme zum kontinuierlichen Glukosemonitoring reagieren ebenfalls empfindlich auf Kälte, warnt der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD). Schläuche von Insulinpumpen werden unter Umständen steif und knicken ab, fehlerhafte Messwerte durch Kälte leisten falschen Insulindosierungen Vorschub.
Bei Polyneuropathie Füßetäglich kontrollieren lassen
Der VDBD legt Patientinnen und Patienten nahe, Insulin und Messtechnik im Winter körpernah aufzubewahren. Außerdem schwanken die Blutglukosewerte bei einem Wechsel von Kälte und Wärme stärker, daher sollten sie öfter kontrolliert werden. Das gilt auch im Falle von Infekten, die den Blutzucker ansteigen lassen.
Menschen mit diabetischer Polyneuropathie spüren Kälte an den Füßen oft nicht. Die Kombination aus trockener Kälte und warmer Heizungsluft belastet die Haut zusätzlich und erhöht das Risiko für Erfrierungen, Risse oder Druckstellen. Empfohlen werden daher tägliche Fußkontrollen, gut sitzende Winterschuhe sowie atmungsaktive und wärmende Socken.
*Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland
Pressemitteilung – VDBD*