Therapie der Appendizitis

Bei Kindern gewinnt die Appendektomie gegen die Antibiotikagabe

Viszeralmedizin 2026
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Stand: 
|Lesezeit: 2 Min
Die chirurgische Entfernung der Appendix könnte bei Kindern und Jugendlichen mit unkomplizierter Appendizitis der Standard werden.

Operieren oder konservativ behandeln? Diese Frage scheint zumindest bei Kindern und Jugendlichen mit unkomplizierter Appendizitis beantwortet zu sein, denn eine neue Metaanalyse liefert eindeutige Ergebnisse.

In einer systematischen Metaanalyse wurden die Therapiestrategien bei der unkomplizierten Appendizitis bei Kindern und Jugendlichen unter die Lupe genommen. Verglichen wurde das nichtoperative Management (NOM) mit Antibiotika mit der Appendektomie. Bereits zuvor gab es deutliche Hinweise auf Vorteile des chirurgischen Eingriffs. „Womöglich führt diese Metaanalyse bei pädiatrischen Patienten zu einem Umdenken“, konstatierte Prof. Dr. Clemens Schafmayer von der Universitätsmedizin Rostock. Zugrunde lagen der Metaanalyse sieben randomisiert-kontrollierte Studien mit Angaben zu 1.480 Patientinnen und Patienten in einem Alter unter 18 Jahren. Endpunkte der aktuellen Metaanalyse waren Behandlungsversagen, Behandlungserfolg nach einem Jahr und schwere Komplikationen (Clavien-Dindo-Klassifikation: Grad ≥ IIIb).

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