Vorsicht mit atypischen Neuroleptika bei Senioren

Erschienen am: 
|
Aktualisiert am:
|Lesezeit: 1 Min
Atypische Neuroleptika sind anscheinend doch nicht zu unterschätzen, besonders wenn sie auf eine vorliegende Lungenentzündung treffen.

Atypische Neuroleptika können das Leben von älteren Patienten mit Pneumonie verkürzen.

Viele Senioren erhalten aufgrund von Demenz, Delir oder Agitation atypische Neuroleptika. Obwohl diese Substanzgruppe im Vergleich zu typischen Neuroleptika besser verträglich sein soll, scheint sie in Kombination mit einer Lungenentzündung bei Älteren lebensverkürzend zu wirken.

Dies legt eine Studie mit pneumoniebedingt hospitalisierten US-Veteranen nahe. Je 5513 der über 65-Jährigen erhielten atypische bzw. typische Neuroleptika. Unter den Atypischen stieg die 30- und die 90-Tages-Mortalität um 20 bzw. 19 %. Vermutlich aufgrund einer durch eine QT-Verlängerung ausgelösten Herzrhythmusstörung. Das höchste Sterberisiko wiesen dabei psychiatrisch oder kardial vorbelastete Personen auf.

Quelle: Boivin Z et al. ERJ Open Res 2019; 5: 00223-2018; DOI: 10.1183/23120541.00223-2018

Bei Google bevorzugen

Sie möchten bei der Suche nach aktuellen Entwicklungen häufiger unsere Beiträge sehen? Dann fügen Sie uns jetzt zu Ihren bevorzugten Quellen hinzu.

Als bevorzugte Quelle auswählen
Wie funktioniert das? Häufige Fragen: Hier erfahren Sie mehr

Das könnte Sie auch interessieren