Diphtherie

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Die Diphterie ist eine Infektionskrankheit, die durch den Diphterie-Toxin (DT) produzierenden Erreger Corynebacterium (C.) diphtheriae und gelegentlich auch C. ulcerans verursacht wird. Die Virulenz der Diphtherie-Erreger wird in erster Linie durch das DT bestimmt, das nur bei den drei Spezies C. diphtheriae, C. ulcerans und C. pseudotuberculosis vorkommt. Infektionen durch C. diphtheriae sind weltweit verbreitet – einziges Reservoir ist der Mensch. Mit Einführung der Diphtherie-Impfung in Säuglings- und Kinderimpfprogrammen kam es zwar weltweit zu einer deutlichen Reduktion von Diphtherie-bedingter Morbidität und Mortalität – allerdings erreichten 2015 nur zwei Drittel aller Staaten die angestrebte Diphtherie-Tetanus-Pertussis-Impfquote von > 90 %. Weiterhin endemisch ist die Diphtherie in vielen Ländern Afrikas, Asiens, des Südpazifiks und Osteuropas – in Westeuropa sind die Erkrankungszahlen klein.    Die Übertragung erfolgt bei respiratorischem Befall über Tröpfcheninfektion. Andere mögliche Infektionswege sind der direkte Kontakt über Hautdiphterie-Läsionen oder infektiöse Ausscheidungen. Eine Ansteckungsgefahr besteht, solange der Erreger im Rachen/Nasenabstrich nachweisbar ist. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 2 bis 5, selten bis zu 10 Tage.