Schlechte Luft, schwache Lunge

Feinstaub gefährdet besonders Personen mit zystischer Fibrose

Aus der Fachliteratur
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In einer aktuellen Studie brachte ein Autorenteam aus London eine erhöhte Feinstaubbelastung mit einem Rückgang der Lungenfunktion in Zusammenhang.

In einer aktuellen Studie brachte ein Autorenteam aus London eine erhöhte Feinstaubbelastung mit einem Rückgang der Lungenfunktion in Zusammenhang.

Als Feinstaub definiert ist eine Partikelgröße < 2,5 μm (PM2,5). Grundlage der Analyse bildeten Registerdaten der Jahre 2008–2017.

Insgesamt wurden 3.333 Messungen der Einsekundenkapazität (FEV1) von 271 Erwachsenen und 122 Kindern aus dem Großraum London ausgewertet und als prozentualer Sollwert der FEV1 (ppFEV1) standardisiert. Die patientenspezifische mittlere Jahresbelastung mit PM2,5 und Stickstoffdioxid (NO2) bestimmten die Forschenden durch Einteilung anhand der Postleitzahl. Sie unterschieden zwischen Gebieten mit hoher, moderater oder niedriger Exposition und stellten einen Zusammenhang zur Veränderung des ppFEV1 über einen Zeitraum von zehn Jahren her.

Feinstaub womöglich schädlicher als NO2

In Regionen mit der höchsten Feinstaubbelastung sank die mittlere ppFEV1 um 13,3 %, während in Wohngebieten mit der niedrigsten Exposition ein Rückgang von 8,5 % festgestellt wurde. Besonders empfindlich reagierten Personen mit zystischer Fibrose auf erhöhte PM2,5-Werte. Für NO2 zeigte sich keine eindeutige Assoziation zur Lungenfunktion.

Saleem Khan M et al. Thorax 2026; doi: 10.1136/thorax-2024-222710