O-Ton Innere Medizin, Folge 34

Leitlinien unter der Lupe: Theorie trifft Klinikalltag

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Medizinische Leitlinien sind essenzielle Orientierungshilfen für die ärztliche Praxis, doch ihre Erstellung ist ein aufwendiger Prozess.

© Uniklinikum Würzburg
Prof. Dr. Stefan Frantz

„Allein für die aktuelle Leitlinie zum kardiogenen Schock hatten wir zehn dreistündige Sitzungen – und das war nur, um das Grundgerüst zu erstellen“, erklärt Prof. Dr. Stefan Frantz in der neuen Folge O-Ton Innere Medizin. Er ist Direktor der Medizinischen Klinik I des Uniklinikums Würzburg und Vorsitzender der Kommission „Leitlinien“ der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. Künftig könnte Künstliche Intelligenz, die Empfehlungen automatisiert in den Behandlungsalltag zu integrieren. In Würzburg wird bereits ein KI-System getestet, das Anamnese und Untersuchung dokumentiert sowie Diagnose- und Therapieempfehlungen gibt. Dennoch bleibt ärztliches Urteilsvermögen entscheidend: „Die Übertragung auf den individuellen Fall ist die eigentliche Kunst“, betont Prof. Frantz. Ein kontroverses Thema bleibt die Unabhängigkeit der Leitlinien von der Pharmaindustrie. Die Autor:innen haben zuvor meist bereits an Studien mitgewirkt, die von Arzneimittelherstellern bezahlt wurden. Welche Lösungen es für dieses Dilemma gibt, erklärt Prof. Frantz in der Folge.

Isabel Aulehla

Redakteurin Medical Tribune

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