Schlechte Umgebung lässt das Herz schwächeln
Umweltfaktoren haben wohl einen größeren Einfluss auf die Entwicklung einer Herzinsuffizienz als bisher angenommen.
Ergebnisse einer aktuellen Studie legen nahe, dass persönliche Risikofaktoren wie genetische Prädisposition, Bewegungsmangel oder Hypertonie durch externe Variablen verstärkt werden können. Insbesondere die Belastung mit Feinstaub, Verkehrs- oder Fluglärm, die Exposition gegenüber giftigen Metallen wie Cadmium oder Blei, extrem heiße oder kalte Umgebungstemperaturen sowie eine hohe Lichtverschmutzung wirkten sich negativ aus.
Grünflächen sowie der Schutz vor Lärm und Hitze standen hingegen mit einem geringeren Risiko in Verbindung. Den Forschenden zufolge resultieren die schädigenden Effekte v. a. daraus, dass verschiedene Faktoren gleichzeitig auftreten und die meisten Menschen diesen über eine sehr lange Zeit oder schon sehr früh ausgesetzt sind. Besonders gefährdet erscheinen Personen mit einem niedrigeren sozioökonomischen Status. Sie leben häufig in Gebieten mit schlechter Luft, viel Lärm und wenig Grün. Zudem stehen ihnen Angebote zu Prävention und Therapie nur eingeschränkt zur Verfügung.
Das Autorenteam empfiehlt, künftig einen ganzheitlicheren Ansatz zu verfolgen und bei der Vorbeugung sowie beim Management von Herzinsuffizienz neben medizinischen auch umweltbezogene Maßnahmen zu berücksichtigen.
Pressemitteilung Universitätsmedizin Mainz