Insomnie mit Vorhofflimmern assoziiert
Chronische Insomnie ist mehr als ein Schlafproblem: Eine große japanische Analyse bringt sie mit einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern in Verbindung – besonders bei Frauen und Menschen unter 65 Jahren.
Es wird angenommen, dass etwa 20 % der Erwachsenen unter Insomnie leiden. Neben den daraus resultierenden Beeinträchtigungen der Lebensqualität werden anhaltende Schlafstörungen auch mit einer Reihe chronischer Krankheiten in Verbindung gebracht. Aktuelle Studienergebnisse aus Japan weisen auf eine Assoziation zwischen Insomnie und einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern hin. Die Analyse stützt sich auf Daten der japanischen Bevölkerung aus den Jahren 2014 bis 2023. Eingeschlossen wurden insgesamt 1.780.764 Personen ohne kardiovaskuläre Vorerkrankungen mit einem medianen Alter von 63 Jahren. 216.919 von ihnen litten an klinisch diagnostizierter Insomnie. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 3,7 Jahre.
Nach Adjustierung um andere Risikofaktoren, darunter beispielsweise Schlafapnoe, bestand für Patientinnen und Patienten mit Insomnie ein 14 % höheres relatives Risiko für Vorhofflimmern (adjustierte Hazard Ratio 1,14). Besonders ausgeprägt war dieser Zusammenhang bei Frauen und Personen unter 65 Jahren. Angesichts der hohen Prävalenz von chronischen Schlafstörungen in der Bevölkerung legen die Forschenden nahe, Insomnie als signifikanten Risikofaktor für Vorhofflimmern zu berücksichtigen und die Schlafqualität zukünftig verstärkt in präventive Strategien einzubeziehen.
Masuda T et al. J Am Heart Assoc 2026; 15: e045149; doi: 10.1161/JAHA.125.045149