Schlanke Taille, weniger Arterienkalk

Fettverteilung wichtig für Atheroskleroserisiko

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Dr. Susanne Gallus
Redakteurin Medical Tribune
Adipositas – ermittelt über BMI, Taillenumfang oder das Verhältnis von diesem zur Körpergröße – ist ein unangefochtener Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Atherosklerose.

Adipositas – ermittelt über BMI, Taillenumfang oder das Verhältnis von diesem zur Körpergröße – ist ein unangefochtener Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Atherosklerose. Letztere wird oft über die Verkalkung der Herzkranzgefäße erfasst. Und wie stehen die Messgrößen zueinander?

Eine Studie prüfte die Adipositasmessgrößen als Vorhersagefaktoren für das Auftreten der Koronarverkalkung. Die Testkohorte bestand aus 2.721 Erwachsenen der ELSA-Brasil-Studie. Bei Einschluss in die ursprüngliche Studie zur Gesundheit in Brasilien hatten diese weder eine kardiovaskuläre Erkrankung noch eine arterielle Verkalkung aufgewiesen.

Aktuell, d.h. im Median 5,2 Jahre später, ließ sich bei knapp 16 % aber eine Verkalkung feststellen. Sowohl BMI, Taillenumfang als auch das Verhältnis von Taille zur Körpergröße schienen mit dem Risiko in Verbindung zu stehen.

Nur eine Messgröße war als Risikofaktor unabhängig

Berücksichtigte man jeweils alle klassischen kardiovaskulären Risikofaktoren, zeigte sich aber, dass nur das Verhältnis von Taille zur Körpergröße ein unabhängiger Risikofaktor war. Die Odds Ratio lag bei 1,18 pro Standardabweichung (0,073) vom Mittelwert (0,538). Ein Abgleich mit dem BMI ergab, dass sich dieses Ergebnis v. a. auf Menschen mit einem BMI < 30 kg/m² – also noch unterhalb der Grenze einer Adipositas – zurückführen ließ.

Quelle: Mendes TB et al. Lancet Reg Health Am 2025; doi: 10.1016/j.lana.2025.101281

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