Industrienahrung







Tod durch Fertigpizza: Industrienahrung gibt Herzkranken den Rest

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Man sollte sich wirklich zweimal überlegen, ob man zu hochprozessierten Lebensmitteln wie Tiefkühlpizza greift. (Agenturfoto)

Wer allzu oft zu Convenience-Food greift, bringt sich möglicherweise mit jeder Mahlzeit dem Grab ein wenig näher.

Lebensmittel und Getränke, die mit Farb- und Konservierungsstoffen, Salz und Zucker im Übermaß sowie gehärteten Fetten industriell produziert werden, treiben bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen das Mortalitätsrisiko in die Höhe. Das konnten spanische Wissenschaftler anhand von Daten aus der ­Moli-sani-Studie zeigen.

Von den 1.171 Teilnehmern mit bestehender kardiovaskulärer Erkrankung wiesen diejenigen mit dem höchsten Konsum an hochprozessierter Nahrung (vierte Quartile; Anteil > 11,3 % der gesamten Aufnahme nach Gewicht) über gut zehn Jahre hinweg eine um 38 % erhöhte Gesamtmortalität gegenüber denjenigen mit dem geringsten Verzehr (erste Quartile; < 4,7 %) auf. Das Sterberisiko aufgrund kardio­vaskulärer Erkrankungen stieg sogar um 65 %. Es besteht eine lineare Dosiswirkungsbeziehung, schreiben die Wissenschaftler. Am ehesten kommt ihnen zufolge eine veränderte Nierenfunktion als Ursache für die in der Studie beobachteten Effekte infrage.

Quelle: Bonaccio M et al. Eur Heart J. 2021; ehab783; DOI: 10.1093/eurheartj/ehab783

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