Mukoziliäre Clearance: Schlüsselmechanismus bei akuten Atemwegsinfekten
Entzündliche Atemwegserkrankungen wie akute virale Bronchitis oder Sinusitis sind häufige Konsultationsgründe in der Praxis. Die Herausforderung: Symptome lindern, Erkrankungsdauer verkürzen und unnötige Antibiotikagaben vermeiden. Genau hier setzt ELOM-080 (Wirkstoff in GeloMyrtol® forte) an – ein pflanzlicher Wirkstoff, der die mukoziliäre Clearance (MCC), den zentralen Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege, gezielt aktiviert.
Zum Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse zur mukoziliären Clearance brachte Pohl-Boskamp internationale Experten aus Forschung und Praxis in Hamburg zusammen. Über 300 Fachteilnehmende vor Ort sowie zahlreiche Ärzte weltweit via Livestream diskutierten Studien, zugrunde liegende Mechanismen und praxisrelevante klinische Erfahrungen.
MCC: Der zentrale Abwehrmechanismus
Die MCC stellt einen essenziellen physiologischen Abwehrmechanismus der Atemwege dar und gewährleistet den kontinuierlichen Abtransport von Schleim, inhalierten Partikeln und Pathogenen von der Nasenschleimhaut bis in die peripheren Bronchien. Voraussetzung für ihre Funktionsfähigkeit ist das koordinierte Zusammenspiel einer effektiven Zilienaktivität sowie einer optimalen Mukusqualität, bei der Hydratation und Viskosität maßgeblichen Einfluss auf die Transportgeschwindigkeit haben. Störungen der MCC führen zu Mukusretention, begünstigen die Persistenz von Krankheitserregern und erhöhen damit das Risiko sekundärer Infektionen.
Gezielte Förderung der MCC – therapeutische Möglichkeiten
ELOM-080 wirkt als potenter Enhancer der mukoziliären Clearance, da der Wirkstoff bei akuten Atemwegsinfekten die gestörte Transportfunktion gezielt reaktiviert. Durch die Verbesserung von Mukolyse, Sekretolyse und Sekretomotorik wird die Aktivität der Flimmerhärchen gesteigert, der Schleim verflüssigt und das Sekret mit anhaftenden Viren und Bakterien besser abtransportiert [1-4]. Für Patienten mit Sinusitis oder Bronchitis bedeutet dies: Die Atemwege werden befreit und die Krankheitsdauer verkürzt.
Aus Forschung und Praxis
Der enge Zusammenhang zwischen pathophysiologischen Erkenntnissen und klinischer Wirksamkeit zeigt sich erneut bei der Therapie der akuten viralen Rhinosinusitis. Eine randomisierte, placebokontrollierte, doppelt verblindete Multizenterstudie, die die Wirksamkeit von ELOM-080 bei akuter viraler Rhinosinusitis im Vergleich zu Placebo an über 460 Patienten mit moderat bis schwer ausgeprägter Symptomatik untersuchte, zeigte bereits am vierten Tag der Behandlung eine signifikant bessere Linderung der Symptome unter ELOM-080, mit einem Behandlungsvorsprung von mehr als einem Tag gegenüber Placebo [5]. In der zweiten Behandlungswoche vergrößerte sich der Vorsprung auf drei Tage [5].
Die mukoziliäre Clearance ist ein zentraler Schlüsselmechanismus bei akuten Atemwegsinfekten. Der intensive fachliche Austausch, die Diskussion der umfangreichen Datenlage und die Vernetzung der Experten ermöglichen neue Perspektiven für die Therapie.
[1] App EM. In: Entzündliche Erkrankungen des Bronchialsystems. Springer; 2000:27–53.
[2] Beuscher N et al. 8. Kongress der Gesellschaft für Phytotherapie, Abstractband, 1997:9-10
[3] Begrow F, et al. Advances in Therapy. 2012;29(4):350–358.
[4] Lai Y, et al. Am J Rhinol Allergy. 2014;28(3):244–248.
[5] Pfaar O, et al. Laryngoscope. 2023;133(7):1576–1583.
Pflichttext
GeloMyrtol® forte. Zus.-Setz.: 1 magensaftresist. Weichkps. enth. 300 mg Destillat aus einer Mischung v. rektifiziertem Eukalyptusöl, rektifiziertem Süßorangenöl, rektifiziertem Myrtenöl u. rektifiziertem Zitronenöl (66:32:1:1). Sonst. Bestandt.: Raffiniertes Rapsöl, Gelatine, Glycerol 85 %, Sorbitol-Lösung 70 % (nicht kristallisierend), Hypromelloseacetatsuccinat, Triethylcitrat, Natriumdodecylsulfat, Talkum, Dextrin, Glycyrrhizinsäure, Ammoniumsalz. Anw.: Zur Schleimlösung u. Erleichterung des Abhustens b. ak. u. chron. Bronchitis. Zur Schleimlösung b. Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis). Zur Anw. b. Erwachsenen, Jugendlichen u. Kindern ab 6 Jahren. Gegenanz.: Nicht anwenden b. entzündl. Erkr. i. Bereich Magen-Darm u. d. Gallenwege, schweren Lebererkr., bek. Überempfindlichkeit gg. einen d. Bestandt. des Arzneim., b. Säuglingen u. Kindern unter 6 Jahren. Atemwegserkrankungen, die mit einer ausgeprägten Überempfindlichkeit der Atemwege einhergehen, Schwangerschaft/Stillzeit: Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt. Nebenwirk.: Magen- o. Oberbauchschmerzen, allergische Reakt. (wie Atemnot, Gesichtsschwellung, Nesselsucht, Hautausschlag, Juckreiz), Entzündung der Magenschleimhaut o. der Darmschleimhaut, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall o. andere Verdauungsstörungen, Geschmacksveränderungen, Kopfschmerzen o. Schwindel, In-Bewegung-Setzen v. vorh. Nieren- u. Gallensteinen, schwere anaphylaktische Reakt. Enth. Sorbitol. Pohl-Boskamp, Hohenlockstedt (11)