CRPS

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CRPS mit Schwellung und Hautverfärbung sechs Monate nach einer Tibiafraktur.

Nach Verletzungen der Extremitäten, vor allem nach Operationen und Frakturen, entwickeln 2-5% der Betroffenen ein komplexes regionales Schmerzsyndrom (Chronic Regional Pain Syndrome, CRPS). Typisch sind unangemessen starke Schmerzen in der betroffenen Region, die Schwere des Traumas spielt dabei keine Rolle.

CRPS: Wer gefährdet ist

Das Hauptmanifestationsalter liegt beim CRPS zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr, Frauen erkranken zwei- bis dreimal häufiger als Männer. Nach Traumata am Arm, vor allem nach distalen Radiusfrakturen, besteht ein höheres Risiko für ein CRPS als nach Beinverletzungen. Als Risikofaktoren gelten außerdem ein initial hohes Schmerzniveau oder sensorische Störungen und begleitende chronische Erkrankungen, die mit Schmerzen einhergehen. (z.B. Migräne, Fibromyalgie). Auch eine lange Ruhigstellung der verletzten Extremität erhöht die Gefahr.

Beim CRPS Typ I (früher M. Sudeck) liegt keine Nervenverletzung vor, beim CRPS Typ II (früher Kausalgie) wurde nachweislich ein Nerv mit verletzt. Eine andere Unterscheidung richtet sich nach der Hauttemperatur zu Beginn: Bei initial kalter, bläulicher Haut wird das CRPS als „kalt“ bezeichnet, bei primär warmer, geröteter Haut als „warm“.

Die Ursache des CRPS ist bis heute nicht vollständig geklärt, Neurogene Fehlregulationen und Entzündungsreaktionen sind wohl an der Entstehung beteiligt.

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