Mit Schallwellen gegen den essenziellen Tremor
Tremorpatienten profitieren bis zu drei Jahre von einer Thalamotomie per Magnetresonanz-gesteuertem fokussiertem Ultraschall. Die neuartige Therapie legt von außen diejenigen Hirnareale lahm, die für das Muskelzittern verantwortlich sind.
Durch die Thalatomie mit magnetresonanzgeführtem fokussiertem Ultraschall können Hirnareale, die essenziellen Tremor auslösen, unwiederbringlich zerstört werden. Forscher um Dr. Casey H. Halpern von der Stanford-Universität hatten 76 Patienten mit therapieresistentem essenziellem Tremor dem Verfahren unterzogen.
Noch drei Jahre nach der Behandlung zeigten sich Zittern, Behinderung und Lebensqualität deutlich gebessert (50 %, 56 % und 42 %). Als Nebeneffekte traten u.a. Gefühls- und Gleichgewichtsstörungen auf.
Die Vorteile der Methode gegenüber der Tiefen Hirnstimulation liegen auf der Hand: Das Verfahren ist nicht-invasiv, bedarf nur einer einzigen Sitzung und zeigt seine Wirkung sofort, heißt es in einer Pressemitteilung der American Academy of Neurology.
Quelle: Halpern CH et al. Neurology 2019; 93: e2284-e2293; DOI: 10.1212/WNL.0000000000008561
Bei Google bevorzugen
Sie möchten bei der Suche nach aktuellen Entwicklungen häufiger unsere Beiträge sehen? Dann fügen Sie uns jetzt zu Ihren bevorzugten Quellen hinzu.
Als bevorzugte Quelle auswählen