Autoantikörper sagen CPI-Toxizität voraus

Wissen, wer Kolitis erleidet

Pressemitteilung – NCT Heidelberg
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Darmentzündungen gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen von Immuntherapien bei Krebs.

Autoantikörper-Profile können das Risiko für Immunkomplikationen bei Checkpoint-Inhibitoren vorhersagen. Die Studie zeigt: Präzisere Therapieentscheidungen werden möglich.

Autoantikörper-Profile erlauben, das Risiko für Immunkomplikationen (irAE) vor Behandlungsbeginn mit CPI vorherzusagen – da­rauf deuten zumindest neue Studiendaten hin. Prof. Dr. ­Jessica Hassel, NCT Heidelberg, zeigte das klinische Potenzial auf: „Wir könnten dadurch informierter entscheiden, welche Therapie für eine Patientin oder einen Patienten am besten geeignet ist – zum Beispiel, ob eine kombinierte Immuntherapie gefahrlos möglich ist.“

Autoantikörper zeigen Risiko

Forschende hatten retrospektiv prätherapeutische Serumproben von 331 Erkrankten mit metastasiertem Melanom untersucht, die später Immuntherapien erhielten. Sie identifizierten verschiedene Autoantikörper, die mit dem Risiko von irAE im Allgemeinen und Kolitis im Speziellen korrelieren. Das Profil unterschied sich dabei zwischen PD1- und CTLA4-gerichteten Therapien, was auf distinkte Mechanismen der Toxizität hindeutet.

Reschke R et al. J Immunother Cancer 2026; DOI: 10.1136/jitc-2025-013814

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