Akute Lymphatische Leukämie

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Bei der Akuten Lymphatischen Leukämie (ALL) handelt es sich um eine unkontrollierte Vermehrung unreifer lymphatischer Blasten. Diese reichern sich in Knochenmark und Blut an. Dort verdrängen die entarteten Zellen das gesunde Knochenmark, was zu einem Mangel an Erythrozyten, Thrombozyten und Granulozyten führt. Darüber hinaus können lymphatische (Lymphknoten, Milz) und nicht-lymphatische Gewebe (z.B. Leber, ZNS, Haut, Hoden, Knochen) befallen sein. Unbehandelt endet die Erkrankung innerhalb weniger Monate tödlich.

Die ALL stellt eine biologisch heterogene Erkrankung dar. Abhängig von der Reifestufe, auf der sich die maligne Transformation ereignete, unterscheiden sich einzelne ALL-Subtypen in den Oberflächenmarkern, den therapeutischen Möglichkeiten und der Prognose. Mittlerweile kennen Fachleute mehr als 20 molekular definierte Subgruppen.

Insgesamt beträgt die Inzidenz der ALL 1,1/100.000 pro Jahr. Männer sind etwas öfter betroffen als Frauen (1,4:1,0). Am häufigsten tritt die Erkrankung bei Kindern unter fünf Jahren auf (5,3/100.000). Einen zweiten Häufigkeitsgipfel gibt es jenseits des 80. Lebensjahres.