Durvalumab plus Tremelimumab verlängert DFS

Mehr Optionen in der Adjuvanz des Nierenzellkarzinoms

2026 ASCO Annual Meeting
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Wurde ein Nierenzellkarzinom reseziert, so können Patient:innen eine adjuvante Therapie erhalten.

In der adjuvanten Therapie früher, erfolgreich operierter Stadien des Nierenzellkarzinoms scheinen sich CPI zunehmend zu etablieren: Nach der Zulassung von Pembrolizumab wurden nun positive Ergebnisse zur Kombination von Durvalumab und Tremelimumab vorgestellt.

Ein in kurativer Absicht operiertes Nierenzellkarzinom kann adjuvant mit dem PD1-Inhibitor Pembrolizumab behandelt werden. Bevor diese Zulassung aufgrund der Ergebnisse der KEYNOTE-564-Studie erfolgte, hatten Forschende die Phase-3-Studie RAMPART gestartet.

Die Teilnehmenden wurden in drei Arme randomisiert, berichtete Prof. Dr. James Larkin, The Royal Marsden NHS Foundation Trust, London:

Geplant war der Einschluss von 1.750 Patient:innen, berichtete der Referent. Nach Bekanntwerden der Pembrolizumab-Ergebnisse wurde die Studie nach der Aufnahme von 790 Personen gestoppt.

Wie fiel das krankheitsfreie Überleben aus?

Primärer Endpunkt war das krankheitsfreie Überleben. Die Durvalumab-Monotherapie konnte hier zwar einen numerischen Vorteil erzielen, der aber nach den vorab festgelegten statistischen Kriterien nicht signifikant ausfiel. Sehr wohl signifikant hingegen wurde das DFS durch die Kombination der beiden CPI verbessert – bei den Drei-Jahres-Raten von 72 % unter der reinen Beobachtung auf 80 % (HR 0,65; 95%-KI 0,45–0,93; p = 0,0094).

Das galt zwar nicht für die Subgruppe der Teilnehmenden mit intermediärem Rezidivrisiko nach dem Leibovich-Score, wohl aber für solche mit hohem Risiko (HR 0,52; 95%-KI 0,34–0,80; p = 0,0016); letztere umfasste auch etwa 5 % Patient:innen, bei denen ein limitierter Metastasenbefund vollständig reseziert worden war. Zum Gesamtüberleben sind bei den Drei-Jahres-Raten zwischen 96 % und 98 % noch keine Aussagen möglich, so Prof. Larkin.

Lebensqualität nicht negativ beeinflusst

Nebenwirkungen vom Grad 3 oder 4 waren im Kombinationsarm in 41 % der Fälle zu beobachten; hier gab es unter den 207 Patient:innen neun Todesfälle, von denen zwei behandlungsbedingt waren. Unter den höhergradigen Nebenwirkungen fielen vor allem Diarrhöen (11 %) und Erhöhungen von Leberenzymen (6 %) auf. Die Lebensqualität war nach 15 Monaten ähnlich wie die im Beobachtungsarm.

Larkin J et al. 2026 ASCO Annual Meeting; LBA4511

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