So lässt sich die Intensität der NSCLC-Immuntherapie abwägen
Eine Expertin gab bei der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie in Wien Impulse, nach welchen Kriterien sich eine Immuntherapie beim NSCLC deeskalieren oder intensivieren lässt. Sie schilderte u. a., für wen ein PD(-L)1-Inhibitor nicht ausreicht und ob Senior:innen profitieren.
In der Chemotherapie-Ära überlebte quasi niemand mit metastasiertem NSCLC fünf Jahre lang, erinnerte Prof. Dr. Solange Peters, Universitätsklinikum Lausanne. Seit der Entwicklung von Checkpoint-Inhibitoren hat sich dieses Bild geändert: Eine Anti-PD(-L)1-Monotherapie erreichte in mehreren Studien bei hoher Targetexpression ein Fünf-Jahres-Gesamtüberleben von etwa 30 %, und es gab Langzeitüberlebende. Dabei erwies sich die PD-L1-Expression als Prädiktor für den klinischen Erfolg. In verschiedenen Studienkohorten erscheint ein Cut-off-Wert von 50 % beim NSCLC trennscharf.
Nichttreibermutierte NSCLC: Chemoimmuntherapie scheint weitgehend unabhängig vom PD-L1-Status
Der Effekt einer Chemoimmuntherapie in der Erstlinie des nichttreibermutierten NSCLC bestätigte sich wiederum mittlerweile über PD-L1-Expressionslevel hinweg. Kombinationen aus Checkpoint-Hemmern und Zytostatika überzeugten sowohl bei Plattenepithelkarzinomen als auch bei nichtsquamöser Histologie.
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