Digitale Wege in der Psychoonkologie
Digitale Unterstützungsprogramme gewinnen in der Onkologie seit einigen Jahren an Bedeutung – zunehmend auch in der psychoonkologischen Betreuung. Wir haben nachgefragt, was solche Tools leisten können und wie es um Real-World-Evidenz bestellt ist.
Viele onkologische Patient:innen sind psychisch belastet – doch Psychoonkolog:innen und Therapieplätze sind rar, wie Prof. Dr. Pia Wülfing, Gründerin von PINK!, im Interview beim 37. Deutschen Krebskongress betonte. Digitale Tools können helfen, diese Versorgungslücke zu schließen.
„Der große Vorteil von digitalen Interventionen ist, dass sie niederschwellig zugänglich sind“, erläuterte die Expertin. Auf der einen Seite sind sie örtlich unabhängig nutzbar und machen lange Anfahrtswege überflüssig. Andererseits sei in dem Zusammenhang auch zu beachten, dass einige Patient:innen nicht als psychisch krank gesehen werden wollen und somit den Besuch einer psychotherapeutischen Praxis umgehen wollen.
Welche Angebote derzeit zur Verfügung stehen, wie häufig sie eingesetzt werden und welche wissenschaftlichen Daten dazu vorliegen, erläuterte Prof. Dr. Pia Wülfing im kompletten Interview.