Zwischen Anspruch und Realität

Barrierefreie onkologische Versorgung — wo stehen wir?

37. Deutscher Krebskongress
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Jede und jeder sollte die bestmögliche medizinische Versorgung erhalten. Aber passiert das auch? Was sich ändern muss, damit wirklich alle Patient:innen adäquat behandelt werden.

Barrierefreiheit betrifft keine Randgruppe, betont PD Dr. Sarah Krieg, Krankenhaus Mara in Bielefeld, im Interview auf dem 37. Deutschen Krebskongress. Besondere Unterstützungsbedarfe von Patient:innen können vielfältig sein. Sie reichen von kognitiven Beeinträchtigungen über körperliche oder Sinnesbeeinträchtigungen bis hin zu besonderen Kommunikationsbedarfen. Nicht zu vernachlässigen seien auch ältere, multimorbide Personen.

„Gerade im Hinblick auf die steigende Lebenserwartung ist die Personengruppe, die eine Barrierefreiheit benötigt, ein Teil der onkologischen Versorgungsrealität“, verdeutlicht die Expertin die Relevanz des Themas.

Dr. Krieg arbeitet am Universitätsklinikum für Inklusive Medizin am Krankenhaus Mara in Bielefeld. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Versorgung von Personen mit Beeinträchtigung, vor allem intellektuellen Entwicklungsstörungen. Ihrer Erfahrung nach kommen diese Personengruppen in einem späteren Tumorstadium in die Klinik, was den Spielraum zum Beispiel in der Therapiewahl begrenzt.

Welche Hilfsmittel zur Verfügung stehen, um für alle Menschen eine barrierefreie Versorgung zu ermöglichen und warum nicht unbedingt Leichte Sprache, aber doch einfachere Sprache auch für Personen ohne Einschränkung ein Gamechanger sein kann, erfahren Sie im Video.