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Unter allen gynäkologischen Tumoren hat das Ovarialkarzinom die höchste Mortalitätsrate, u.a. da charakteristische Frühsymptome fehlen und Diagnosen oft spät erfolgen.
Was ist ein Ovarialkarzinom? – Definition und Häufigkeit von Eierstockkrebs
Das Ovarialkarzinom ist ein maligner Tumor des Ovars (Eierstocks). Neben dem Gebärmutter- bzw. Gebärmutterhalskrebs ist er der zweithäufigste bösartige Genitaltumor der Frau. Das Ovarialkarzinom ist nach wie vor in vielen Fällen mit einer hohen Sterblichkeitsrate verbunden. Wegen fehlender Frühsymptome wird der Tumor häufig erst im Spätstadium entdeckt.
ICD10-Code: C56
ICD-Code C56: Bösartige Neubildung des Ovars.
Symptome und erste Anzeichen von Eierstockkrebs erkennen
Folgende Symptome sollten insbesondere bei Frauen ab 50 den Verdacht auf ein Ovarialkarzinom wecken und vor allem bei wiederholtem Auftreten abgeklärt werden:
Völlegefühl
Blähungen
Unklare abdominelle Schmerzen oder Beschwerden
Zunahme der Miktionsfrequenz
Diagnose und Stadieneinteilung des Ovarialkarzinoms
Bei Patientinnen mit Verdacht auf Ovarialkarzinom ist eine gynäkologische Untersuchung einschließlich transvaginaler Sonographie indiziert. Ausbreitungsdiagnostik: Apparative Untersuchungen können das operative Staging beim Ovarialkarzinom nicht ersetzen.
Wichtige Labor- und Bildgebungsverfahren bei Eierstockkrebs
In der Früherkennung vermochte ein Screening mit dem Tumormarker CA-125 und transvaginaIer Sonographie die Mortalität nicht zu reduzieren. Es sollte deshalb auch in Risikogruppen nicht durchgeführt werden. Für besonders gefährdete Patientinnen wird eine multidisziplinäre Beratung und genetische Testung empfohlen.
Differenzialdiagnosen: Abgrenzung des Ovarialkarzinoms von anderen Erkrankungen
Behandlung des Ovarialkarzinoms: Operation, Chemotherapie und zielgerichtete Therapien
Die meisten Patientinnen profitieren von einer postoperativen Chemotherapie, vorzugsweise mit platinhaltigen Regimes, denn das Ovarialkarzinom ist chemosensibel. Die Strahlentherapie spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Bei einem Rezidiv bietet sich eine erneute Chemotherapie an, die dann zum Beispiel mit dem Angiogenese-Hemmer Bevacizumab kombiniert werden kann, um die Tumorlast zu verringern.
Invasive und Interventionelle Therapie des Ovarialkarzinoms
Das Ovarialkarzinom sollte - wenn möglich - operativ behandelt werden, in der Regel mittels beidseitiger Adnexektomie und Hysterektomie sowie infrakolischer Omentektomie und Lymphadenektomie. Ziel ist die möglichst vollständige Entfernung des Tumors einschließlich befallener Nachbarstrukturen. Denn die Prognose der Patientin hängt entscheidend von der Größe des Tumorrests ab. Bei unilateralem, auf Ovar oder Tube beschränktem Tumor (FIGO I) ist eine fertilitätserhaltende Operation (einseitige Ovarektomie ohne Hysterektomie) möglich, wenn auch mit einem erhöhtem Risiko verbunden.
Prävention: So lässt sich das Risiko für Eierstockkrebs verringern
Bei Patientinnen mit BRCA1/2-Mutation ist die prophylaktische Operation (bilaterale Salpingo-ovarektomie) die effektivste Methode, um das Erkrankungsrisiko und die Mortalität am hereditären Ovarialkarzinom zu senken.
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