Fütterstörung

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Ess-/Fütter- und Schluckstörungen treten im Säuglings- und Kleinstkindalter sehr häufig auf. Bis zu 25 % aller Kinder dieser Altersgruppe können betroffen sein, von den Frühgeborenen sind es bis zu 40 %. In den ersten Lebensmonaten berichten 97 % der Eltern über vorübergehende Fütter- bzw. Essstörungen, die sich aber in der Regel im Alter von sechs Monaten gelegt haben. Die Fütter- oder Essstörung bezieht sich dabei definitionsgemäß auf eine Nahrungsverweigerung oder Verhaltensauffälligkeiten bei der Nahrungsaufnahme wie eine selektive und/oder einseitige Nahrungspräferenz oder inadäquate Essgewohnheiten. Die Schluckstörung stellt eine Beeinträchtigung der oralen, pharyngealen oder ösophagealen Schluckphase dar. Dabei ist zu bedenken, dass die Entwicklung des Essens und Schluckens ein komplexer Prozess mit Beteiligung von über 30 Muskelpaaren ist, der normalerweise bis zum 4. Lebensjahr perfektioniert wird. Etwa im Alter von drei Jahren ist das Milchgebiss mit 20 Zähnen komplett, sodass eine gute Nahrungszerkleinerung erfolgen kann.    Ess- Fütter- und Schluckstörungen sind im Säuglings und Kleinkindalter schwer voneinander abzugrenzen Die Ursachen sind dabei sehr vielfältig. Neben anatomischen Fehlbildungen können spezifische angeborene oder erworbene komplexe neuromotorische Erkrankungen, aber auch Entwicklungsretardierungen und Verhaltensstörungen zu Fütter- und Essstörungen beitragen. Schweregrad und Dauer werden meistens durch zusätzliche Erkrankungen beeinflusst.