Masern

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Maser werden durch ein Paramyxovirus (RNA-Virus) hervorgerufen. Virusreservoir sind erkrankte Menschen.

Masern sind weltweit verbreitet. In den sogenannten Entwicklungsländern, besonders in Afrika und Asien, hat die Erkrankung immer noch eine große Bedeutung. Hier gehören sie zu den zehn häufigsten Infektionskrankheiten und der Anteil tödlicher Verläufe ist besonders hoch.

In Deutschland ist die Häufigkeit der Masern durch die seit etwa 40 Jahren praktizierte Impfung und aufgrund stetig steigender Impfquoten im Vergleich zur Vorimpfära insgesamt deutlich zurückgegangen. Seit 2005 wird dem RKI jedoch jährlich eine zum Teil erheblich schwankende Anzahl von Masernfällen aufgrund unterschiedlich großer lokaler Ausbrüche übermittelt und die Anzahl der übermittelten Masernfälle stagniert auf einem Niveau, das immer noch deutlich über den Eliminationszielen der WHO (< 1 Fall pro 1 Mio. Einwohner) liegt. Erklärtes WHO-Ziel ist es, Masern bis 2020 weltweit zu eliminieren.

Es erkranken überwiegend Kinder, die Erkrankung kann aber auch bei Erwachsenen auftreten. Masern gelten als eine der ansteckendsten Krankheiten überhaupt. Die Übertragung erfolgt durch Einatmen infektiöser Tröpfchen (Sprechen, Husten, Niesen) sowie durch Kontakt mit infektiösen Sekreten aus Nase oder Rachen. Das Masernvirus führt bereits bei kurzer Exposition zu einer Infektion (Kontagionsindex nahe 100 %) und löst bei über 95 % der ungeschützten Infizierten klinische Symptome aus (Manifestationsindex ebenfalls nahe 100 %).

Gewöhnlich dauert es nach Infektion 8 bis 10 Tage bis zum Beginn des katarrhalischen Stadiums und etwa 14 Tage bis zum Ausbruch des Exanthems. Die Ansteckungsfähigkeit beginnt bereits 3 bis 5 Tage vor Auftreten des Exanthems und hält bis 4 Tage nach Auftreten des Exanthems an (unmittelbar vor dem Erscheinen des Exanthems am größten).

Nach Angaben der WHO liegt die Letalität der Masern in westlichen Industrieländern zwischen 0,05 % und 0,1 %, in Entwicklungsländern z.T. deutlich höher (5-6 %). In Deutschland geht man von einem Todesfall pro 1000 Masererkrankte aus. Nach durchgemachter Infektion besteht eine lebenslange Immunität.