Mehr Gemüsekonsum durch freie Snackwahl
Eine niederländische Studie zeigt: Wenn Kinder selbst entscheiden dürfen, wann und welches Gemüse sie snacken, greifen sie deutlich häufiger zu. Vielfalt und Selbstbestimmung fördern den Appetit auf Gurke, Karotte und Paprika.
Die Kinder essen zu wenig Gemüse? Selbstbestimmte Snackzeiten und eine größere Auswahl können helfen, den Rohkostkonsum anzukurbeln. Das ergab eine niederländische Studie, an der 44 Drei- bis Siebenjährige teilnahmen. In den Jahren 2023 und 2024 wurde der Verzehr von Gurken, Karotten und Paprika an acht Nachmittagen mit unterschiedlichen Konstellationen von Snackzeiten und Auswahlmöglichkeiten getestet. Das Gemüse stand mundfertig und in standardisierten Portionen zur Verfügung, sodass sich verbliebene Mengen genau erfassen ließen.
Die Kinder nahmen 58 % mehr Gemüse zu sich, wenn die drei verfügbaren Sorten zusammen angeboten wurden statt nur eine der drei allein. Dies entsprach einer zusätzlichen Menge von etwa 81 g. Unabhängig davon knabberten sie 14 % (23 g) mehr, wenn die Gemüsestücke den Nachmittag über frei zugänglich waren und keine festen Snackzeiten vorgegeben wurden.
Gurken stellten sich in allen untersuchten Szenarien als das beliebteste Gemüse heraus. Auch wenn die Forschenden einen Teil des Effekts gesteigerten Portionsgrößen und längeren Expositionszeiten zuschreiben, verdeutlichen die Ergebnisse, wie sich die intrinsische Motivation der Kinder allein durch das Schaffen von Wahlmöglichkeiten steigern lässt – und sie so zu gesünderen Essgewohnheiten führt.
De Gooijer FJ et al. Appetite 2026; doi: 10.1016/j.appet.2025.108392