Windeldermatitis

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Etwa zwei Drittel aller gewickelten Kinder im Säuglings- oder Kleinkindalter entwickeln mindestens einmal eine zumindest leichte Form der Windeldermatitis – viele sind auch öfter betroffen. Die Entstehung des „wunden Pos“ wird durch mehrere Faktoren gefördert:

  • Die Wärmestauung durch das Plastikhöschen moderner Windeln führt zusammen mit der Feuchtigkeit durch die im Säuglingsalter häufigen Miktionen zu einer „feuchten Kammer“ mit Aufquellen der Hornschicht und Störung der Barrierefunktion.

  • Harnstoff im Urin wird durch alkalische Zersetzung in Ammoniak gespalten (Erhöhung des pH-Wertes)

  • ständiger Kontakt mit Urin und Stuhl wirkt zusätzlich schädigend auf die Haut (vor allem bei Diarrhö)

  • Nach Zerstörung des Säureschutzmantels ist die Haut anfällig für Krankheitserreger wie Pilze (vor allem Candida albicans) und Bakterien

  • genetische Prädisposition

  • Unverträglichkeiten von Hautpflegeprodukten (v.a. Duft und Konservierungsstoffe)

  • übermäßiger Konsum sehr scharfer oder säurehaltiger Lebensmittel (bei gestillten Kindern auch der Mutter)