Fidele Spermien trotz Antidepressiva
Beim Zeugungsakt will der Vater in spe sein „Bestes“ geben. Ist er auf Antidepressiva angewiesen, stellt sich schnell die Frage, ob die Präparate dem Nachwuchs schaden können.
Die Wissenschaftler um Dr. Alexander Viktorin vom Stockholmer Karolinska-Institut haben die körperliche und geistige Entwicklung von über 170 000 schwedischen Kindern bis ins Grundschulalter prospektiv beobachtet. Anhand von Geburten- und Medikamentenregistern ließ sich der Antidepressivagebrauch ihrer Väter zum Zeitpunkt der Konzeption ermitteln.
Weder Frühgeburten oder Fehlbildungen, noch Zeichen für Autismus
Bei Männern, die in den vier Wochen vor und nach dem errechneten Befruchtungstag entsprechende Medikamente eingenommen hatten – das war bei 3983 Kindern der Fall –, entwickelte sich der Nachwuchs so, wie er sollte. Weder fanden sich übermäßig viele Frühgeburten oder Fehlbildungen, noch ergaben sich vermehrt Zeichen von Autismus oder geistiger Beeinträchtigung. Der Einsatz von Antidepressiva scheint für Männer mit Kinderwunsch also offenbar unbedenklich zu sein.
Quelle: Viktorin A et al. BMJ 2018; 361: k2233
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