Neue Gene für Angststörungen entdeckt
Eine internationale Studie identifiziert 58 neue Genvarianten, die mit Angststörungen in Verbindung stehen. Angst entsteht demnach aus einem komplexen Zusammenspiel vieler Gene, nichtndurch ein einzelnes „Angstgen“.
Eine internationale Studiengruppe hat 58 bislang weitgehend unbekannte genetische Varianten identifiziert, die mit Angsterkrankungen assoziiert sind. Die Ergebnisse zeigen, dass Angststörungen nicht durch ein einzelnes „Angstgen“ verursacht werden. Sie entstehen vielmehr durch das Zusammenspiel zahlreicher genetischer Varianten, die über das gesamte Genom eines Menschen verteilt sind.
Es fanden sich starke genetische Überschneidungen zwischen Angsterkrankungen und verwandten Störungen wie Depression, Neurotizismus, posttraumatischer Belastungsstörung und Suizidversuchen. Dies könnte erklären, warum diese Erkrankungen oft gemeinsam auftreten.
Angsterkrankungen gehören zu den häufigsten psychischen Leiden. Etwa jeder vierte Mensch entwickelt im Laufe seines Lebens eine Panikstörung, generalisierte Angsterkrankung oder Phobie. Trotz der hohen Prävalenz sind die biologischen Grundlagen bislang kaum verstanden.