Cannabidiol zeigt bei Fibromyalgie keinen Schmerzvorteil
Eine randomisierte Studie mit 200 Fibromyalgie-Betroffenen hat gezeigt, dass Cannabidiol die Schmerzintensität nach 24 Wochen nicht signifikant stärker reduziert als Placebo.
Cannabidiol (CBD) wird häufig zur Linderung von Schmerzen bei Fibromyalgie eingesetzt, obwohl die Evidenz für seine Wirksamkeit bislang begrenzt ist. Ziel einer dänischen Studie war es, diesbezüglich mehr Klarheit zu schaffen. Insgesamt nahmen 200 Betroffene aus einer spezialisierten ambulanten Einrichtung an der Untersuchung teil, berichtet das Team um Marianne Rasmussen, Frederiksberg Hospital, Frederiksberg. Ausgeschlossen wurden Patientinnen und Patienten, die gleichzeitig an einer entzündlich-rheumatischen oder psychiatrischen Erkrankung litten, unter Opioidtherapie standen oder aktuell Cannabis gebrauchten. Die Therapiearme waren hinsichtlich Alter, Geschlechtsverteilung und Intensität der Ausgangsschmerzen vergleichbar.
Placebo schnitt um 0,7 Punkte besser ab
Beide Gruppen nahmen täglich 1:1 randomisiert entweder pflanzlich gewonnenes CBD oder Placebo in Tablettenform ein. Die Dosierung des CBD startete mit 10 mg/d und wurde in kleinen Schritten auf 50 mg/d gesteigert. Placebo schnitt um 0,7 Punkte besser abPrimärer Endpunkt war die mittlere Veränderung der Schmerzintensität nach 24 Wochen, gemessen anhand der numerischen Ratingskala (0–10) im Fibromyalgia Impact Questionnaire. Die Schmerzintensität sank um 0,4 Punkte in der CBD-Gruppe und um 1,1 Punkte bei den Kontrollen. Dies entspricht einem (nicht signifikanten) Unterschied von 0,7 Punkten zwischen den Gruppen – zugunsten von Placebo. Unerwünschte Ereignisse waren mild und traten unter beiden Regimen gleich häufig auf.
Rasmussen MU et al. Ann Rheum Dis 2025; doi: 10.1016/j.ard.2025.07.008