Machen Interleukin-Inhibitoren krank?

Erschienen am: 
|
Aktualisiert am:
|Lesezeit: 1 Min
Interleukin-Hemmer helfen zwar gegen rheumatische Erkrankungen, bergen jedoch auch einige Risiken.

Eine langfristige Therapie mit Interleukin-Hemmern erhöht das Infektions-Risiko. Eine Metanalyse bringt nun auch die Möglichkeit eines erhöhten Krebsrisikos ins Spiels.

Viele Patienten mit rheumatischen Erkrankungen erhalten Interleukin-Hemmer. In einer Metaanalyse mit insgesamt knapp 30 000 Patienten haben Wissenschaftler nun nachgewiesen, dass diese das Risiko schwerer und opportunistischer Infektionen um 97 % und 135 % erhöhen. Als Vergleich dienten Patienten, die statt des IL-Hemmers (gegen IL-1, IL-6, IL-12/23, IL-17) ein Placebo erhielten.

Zudem konnten sie einen Zusammenhang zwischen der langfristigen Einnahme von IL-Hemmern und dem vermehrten Auftreten von Krebserkrankungen nachweisen. Einschränkend weisen die Autoren darauf hin, dass viele Patienten zusätzliche Immunsuppressiva wie Prednisolon erhalten, die ebenfalls krebsförderlich sein können, in der Analyse allerdings nicht beachtet wurden. Trotzdem raten sie Patienten unter IL-Hemmern dazu, die geltenden Krebsscreening-Empfehlungen besonders streng zu befolgen.

Quelle: Bilal J et al, JAMA Netw Open 2019; 2: e1913102; DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2019.13102

Bei Google bevorzugen

Sie möchten bei der Suche nach aktuellen Entwicklungen häufiger unsere Beiträge sehen? Dann fügen Sie uns jetzt zu Ihren bevorzugten Quellen hinzu.

Als bevorzugte Quelle auswählen
Wie funktioniert das? Häufige Fragen: Hier erfahren Sie mehr

Das könnte Sie auch interessieren