Nicht nur an der Niere aktiv

Obinutuzumab verbessert systemischen Lupus

Aus der Fachliteratur
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Beim Lupus erythematodes ist jede neue Therapieoption ein Gewinn für die Patientinnen und Patienten.

Der Anti-CD20-Antikörper Obinutuzumab steigerte in einer Phase-3-Studie bei aktivem systemischem Lupus erythematodes die Ansprechrate signifikant gegenüber Placebo.

Der zur Behandlung der aktiven Lupusnephritis zugelassene Anti-CD20-Antikörper Obinutuzumab ist einer placebokontrollierten Phase-3-Studie zufolge auch bei aktivem systemischem Lupus erythematodes (SLE) effektiv und sicher, berichtet eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Richard ­Furie, Northwell Health, Great Neck. Teilgenommen hatten daran 303 Erwachsene mit aktivem SLE, jedoch ohne proliferative oder membranöse Lupusnephritis. Sie erhielten zusätzlich zur Standardtherapie an Tag 1 sowie in den Wochen 2, 24 und 26 randomisiert Obinutuzumab (1.000 mg) oder Placebo infundiert.

Drei Viertel erreichten den primären Endpunkt

Primärer Endpunkt war ein Ansprechen gemäß dem SLE Responder Index 4 in Woche 52. Drei Viertel erreichten den primären EndpunktDiesen Endpunkt erreichten signifikant mehr Teilnehmende unter Obinutuzumab als unter Placebo (76,6 % vs. 53,5 %). Bei einer erweiterten Analyse unabhängig von nicht tödlichen Zwischenfällen erzielten ihn sogar 85,4 % in der Obinutuzumab-Gruppe, in der Placebo-Gruppe dagegen 68,5 %. Darüber hinaus erwies sich der Antikörper in allen wichtigen sekundären Endpunkten (z. B. BICLA-Response, Reduktion der Glukokortikoide) als überlegen. Unerwünschte Ereignisse traten bei 88,7 % in der Obinutuzumab-Gruppe und bei 81,5 % in der Placebo-Gruppe auf.

Furie RA et al. N Engl J Med 2026; doi: 10.1056/NEJMoa2516150

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