Adipositas bei rheumatoider Arthritis

Übergewicht stört Wirkung von JAK-Inhibitoren

Aus der Fachliteratur
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Gewichtsmanagement ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie einer rheumatoiden Arthritis.

Übergewicht hat offenbar einen Einfluss auf die Wirkung von JAK-Inhibitoren bei rheumatoider Arthritis. So nahm in einer Metaanalyse von 16 Phase-3-Studien der Nutzen der zielgerichteten Antirheumatika mit steigendem BMI ab.

Wie sich das Körpergewicht auf die zielgerichtete Therapieberichtet mit JAK-Inhibitoren (JAKi) auswirkt, hat eine Arbeitsgruppe um Katie Bechman vom King’s College in London untersucht. Analysiert wurden dafür die Daten von insgesamt 11.883 Patientinnen und Patienten mit rheumatoider Arthritis, die in diesen Studien entweder Placebo oder einen JAKi erhalten hatten (Tofacitinib, Upadacitinib oder Baricitinib, für Filgotinib waren nicht genügend variable Daten vorhanden). Der mediane BMI der Teilnehmenden lag bei 26,8, etwa 31 % von ihnen wiesen eine Adipositas auf. 

ACR20-Response bei schwerer Adipositas um 22 % reduziert

Mit zunehmendem BMI sanken die Ansprechraten auf die JAK-Inhibitoren. Im Vergleich zu Normalgewichtigen war die Wahrscheinlichkeit für eine ACR20-Response bei Übergewicht um 6  % reduziert, bei Adipositas Grad 1 um 8  %, bei Grad 2 um 12  % und bei Grad 3 um 22  %. Auch die Krankheitsaktivität gemessen am DAS28-CRP war mit steigendem BMI höher: Die adjustierten Mittelwertunterschiede gegenüber Normalgewicht lagen bei 0,14 für Übergewicht, 0,21 für Adipositas Grad 1, 0,30 für Adipositas Grad 2 und 0,54 für Adipositas Grad 3.

Ein solcher Zusammenhang zeigte sich in der Placebogruppe nicht. Dies spricht dafür, dass eine Adipositas nicht mit einer generell schlechteren Prognose verbunden ist, sondern die Wirksamkeit von JAKi beeinflussen könnte. Den Autorinnen und Autoren zufolge ist deshalb die Gewichtsmanagement ein wichtiger Bestandteil der Therapie einer rheumatoiden Arthritis. Ob allerdings eine gezielte Gewichtsabnahme das Therapieansprechen und die Krankheitskontrolle verbessern kann, muss in weiteren kontrollierten Studien geklärt werden.

Bechman K et al. Lancet Rheumatol 2026; 8: e691–703; doi: 10.1016/S2665-9913(26)00151-7

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