Coronakrise : Kollateralschäden, wohin man schaut
Hinterher ist man immer schlauer. So staunt man Anfang Mai nicht schlecht darüber, dass die für die Corona-Pandemie mühsam freigeschaufelten (Intensiv-)Bettenkapazitäten und Beatmungsplätze nur spärlich ausgelastet waren. Oder man reibt sich verwundert die Augen, wenn die extra eingerichteten Corona-Teststationen fast wie verlassen wirken und eigentlich insgesamt doppelt so viele Tests möglich wären, wie derzeit tatsächlich stattfinden. Und es mutet zumindest seltsam an, wenn wir uns bei der Zahl der tatsächlich Infizierten und der Zahl der Toten statistisch im „weitgehenden Blindflug“ befinden, wie es jüngst Prof. Dr. Ferdinand M. Gerlach, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, freimütig eingeräumt hat.