Tabak verteuern, Kassen entlasten

Prävention per Geldbörse beim Lungenkrebs

Pressemitteilungen – Destatis, vdek
|Erschienen am: 
2024 sind in Deutschland 230.400 Menschen an Karzinomen gestorben, 10 % mehr als 2004.

2024 sind in Deutschland 230.400 Menschen an Karzinomen gestorben, 10 % mehr als 2004. Das Statistische Bundesamt (Destatis) erklärt das mit der Alterung der Gesellschaft.

Krebs war der Grund für jeden zwölften Klinikaufenthalt, was rund 1,45 Mio. Erkrankte betraf. Lungen- und Bronchialkarzinome sind mit 45.100 Todesfällen die häufigste krebsbedingte Todesursache (ein Fünftel aller krebsbedingten Todesfälle).

Bezüglich des Leids durch Lungenkrebs, der aufs Rauchen zurückgeht, hat der Ersatzkassenverband einen Vorschlag: Zigaretten seien hierzulande mit rund neun Euro pro Schachtel relativ günstig. Andere europäische Staaten setzten bei der Tabakprävention auf höhere Preise, etwa Großbritannien (ca. 17 Euro pro Schachtel), Norwegen (bis zu 16 Euro) oder Frankreich (ca. 13 Euro). „Hier sollten wir nachziehen“, meint der vdek. Mit einer Erhöhung der Tabaksteuer um zwei Euro pro Packung könnte der Staat eine Senkung der Mehrwertsteuer für Arznei- und Hilfsmittel von 19 auf 7 % finanzieren.

Pressemitteilungen – Destatis, vdek