Antibiotika-Verordnungen 2025 deutlich gesunken
Rund 11% weniger als 2024: Antibiotika wurden in Praxen 2025 deutlich zurückhaltender eingesetzt. Auch die Wirkstoffwahl spricht laut Zi für ein rationales Verordnen.
Die Zahl der Antibiotikaverordnungen in der vertragsärztlichen Versorgung ist 2025 deutlich gesunken: auf 27 Millionen Verschreibungen. Das entspricht einem Rückgang um rund 11 % gegenüber 2024, als die Verordnungen noch bei knapp 30,5 Millionen lagen. Damit liegt die Zahl erstmals seit Ende der Coronapandemie wieder unter dem Wert von 2019. Das sind die Ergebnisse einer Auswertung, die das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) veröffentlicht hat.
Die Ergebnisse würden zeigen, dass Niedergelassene Antibiotika in der Regel sorgsam verordnen, schlussfolgert der Zi-Vorsitzende Dr. Dominik von Stillfried. 2023 und 2024 hätten auffällig viele Infektionen die hohen Zahlen begründet. Auch die Wirkstoffwahl stütze ein Bild rationaler Therapieentscheidungen: Während 2015 noch 36 % der Patientinnen mit unkompliziertem Harnwegsinfekt ein Fluorchinolon erhielten, waren es 2024 nur noch rund 6 % – also etwa jede 16. Patientin.
Pressemitteilung – Zi