Zu wenig Schutz vor Influenza

Impfquote liegt unter 50 % bei Pflegebedürftigen

Pressemitteilung – Barmer
|Erschienen am: 
Die Influenza-Impfquote bei Barmer-Versicherten ab 60 Jahren lag 2023 bei nur 40,8 % und damit deutlich unter der WHO-Empfehlung von 75 %.

2023 wurden nur 40,8 % der Barmer-Versicherten ab 60 Jahren gegen Grippe geimpft. Die WHO empfiehlt 75 %. Barmer-Chef Prof. Dr. Christoph Straub beklagt, dass selbst besonders gefährdete Gruppen nicht ausreichend erreicht werden.

Mehr als die Hälfte der Versicherten in stationärer Pflege und nach Herzinfarkt wurden demnach 2023 nicht gegen Influenza geimpft. Dies geht aus dem Arzneimittelreport der Kasse hervor.

Von den Pflegebedürftigen ab 60 Jahren in stationären Pflegeeinrichtungen waren zuletzt 48,9 % geimpft und bei den häuslich Pflegebedürftigen 45,6 %. Ambulant und stationär Pflegebedürftige ab 70 Jahren wurden sogar seltener immunisiert als Altersgenossen ohne Pflegeleistungen.

Dass in Apotheken seit 2022 gegen Influenza geimpft werden darf, hat laut Prof. Straub nichts am Problem der dramatisch zu niedrigen Quoten geändert. Die 40,8 % seien nur zu 0,5 % durch Apotheken erzielt worden – und zu 99,5 % durch Arztpraxen. Die höchste Impfquote bei 60+ hat Sachsen-Anhalt (55,2 %).

Das könnte Sie auch interessieren