Nationalsozialismus

Ärzteschaft im Nationalsozialismus: Selbstgleichschaltung und Komplizenschaft

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Eine ehemalige Gaskammer in der Gedenkstätte für Opfer der NS-„Euthanasie“ in Bernburg. In der Tötungsanstalt wurden ca. 14.000 kranke, behinderte und sozial auffällige Menschen in den Jahren 1940 bis 1943 im Zusammenwirken von Ärzten, Juristen, Pflegepersonal und Verwaltungsangestellten durch Gas, Medikamente und Nahrungsentzug ermordet.

Ein Lancet-Bericht räumt mit Mythen über die Rolle der Medizin in der NS-Zeit auf. Er schildert, wie sich die Ärzteschaft bereitwillig gleichschaltete und wissend an Verbrechen mitwirkte. Der Berufsstand dürfe sich nie wieder einem „Volk“ statt Individuen verpflichtet fühlen, schließen die Autoren mit Blick auf sich wandelnde Weltbilder.