Künstliche Intelligenz in der Medizin: Vertrauen auf dem Prüfstand

Wie KI ein Spannungsfeld und Kompetenzparadoxon in der Medizin auslöst

Gastbeitrag
|Erschienen am: 
|Lesezeit: 8 Min
Dr. David Werner
MHBA, Facharzt für Radiologie
Sebastian Knecht
Dipl.-Phys., M. A. der Philosophie
KI-Auswertung eines mpMRT der Prostata: T2 und diffusionsgewichtete Sequenzen.

In einer mehrteiligen Serie beleuchten Dr. David Werner und Sebastian Knecht u.a. wie Künstliche Intelligenz die Medizin und das Vertrauen in diese verändert. Sie berichten über das Spannungsfeld zwischen technischer Unterstützung und menschlicher Entscheidung – und fragen, welche Kompetenzen Ärzt:innen in einer zunehmend KI-geprägten Medizin künftig benötigen.    

Was verändert KI tatsächlich in der Medizin?

Künstliche Intelligenz ist im Gesundheitswesen angekommen. Sie analysiert medizinische Bilder, strukturiert Informationen, dokumentiert Gespräche und beantwortet medizinische Fragen. Was vor wenigen Jahren noch nach Zukunftsmusik klang, begegnet Ärztinnen und Ärzten zunehmend im Alltag.

Doch je leistungsfähiger die Systeme werden, desto interessanter werden Fragen, die sich nicht allein technisch beantworten lassen.

  • Was verändert KI tatsächlich an der Medizin?

  • Was macht sie mit Ärztinnen und Ärzten?

  • Wie verändert sie medizinische Entscheidungen, Erfahrung und Verantwortung?

  • Und vielleicht am wichtigsten: Welche Medizin wollen wir eigentlich, wenn Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen können, die bislang Menschen vorbehalten waren?

Diesen Fragen widmet sich unsere mehrteilige Serie. Wir werden versuchen, Antworten zu finden, wohl wissend, dass es auf viele dieser Fragen keine einfachen und vermutlich auch keine abschließenden Antworten geben wird.

Eine neue Technologie trifft auf ein Gesundheitssystem unter Druck

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