Auswirkungen der Corona-Krise: Gerät die Diabetes-Schulung ins Wanken?
Die Diabetes-Schulung ist unverzichtbar und bedeutet für Menschen mit Diabetes den Einstieg in die Diabetesbehandlung. Die Diabetes-Schwerpunktpraxen (DSP) finanzieren sich (und vor allem ihre Beraterinnen) vorwiegend dadurch, dass sie Menschen mit Diabetes schulen und dies abrechnen können. Beides ist im Moment ausgesetzt bzw. nicht möglich. Ende März hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im Zusammenhang mit der Pandemie mit SARS-CoV-2 zeitlich befristete Sonderregelungen getroffen: Diabetespatienten, die in Behandlungsprogramme (DMP) eingeschrieben sind, müssen derzeit nicht verpflichtend an Schulungen teilnehmen. Dipl.-Psych. Prof. Dr. Bernhard Kulzer gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem Thema. Er ist Vorsitzender der AG "Diabetes und Psychologie" sowie stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses "Qualität, Schulung und Weiterbildung" (QSW) der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).