Montag, 25. Mai 2015

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28.04.2007
Von: Md
Artikel Nummer: 10830
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Single-Shot-Therapie lockt Rezidive in die Blase

Bei der unkomplizierten Zystitis hat sich die Kurzzeittherapie etabliert. Doch wie kurz darf sie sein? Genügt tatsächlich ein einziger „Schuss“?


Die akute Zystitis ist weder mit Langzeitkomplikationen noch mit erhöhter Mortalität assoziiert. Dennoch erfordert sie eine antibiotische Behandlung. Bleibt diese aus, sind nach sieben Wochen nur 37 <nonbreaking-space />% der Patientinnen symptom- und bakteriuriefrei, so die Daten einer Studie. Als akzeptierte Behandlung der unkomplizierten Zystitis gilt heute die Drei-Tages-Therapie, erklärte Professor Dr. Reinhard Fünfstück vom Sophien- und Hufelandklinikum in Weimar beim Internistenkongress. Sie wird mit Betalaktam-antibiotika, Fluorchinolonen oder Trimethoprim als Monosubstanz oder in Kombination mit einem Sulfonamid durchgeführt (s. Tab.).

Die Single-Shot-Therapie ist – von einer Ausnahme abgesehen – dagegen nicht zu empfehlen. Nach einer aktuellen Studie* enwickeln nämlich 45 <nonbreaking-space />% der Zystitis-Patientinnen, die eine Einmalbehandlung bekommen haben, innerhalb von vier bis sechs Wochen ein Rezidiv. Das einzige Medikament, das sich aufgrund seiner lang anhaltenden Wirkspiegel für die Einmalgabe eignet, sei Fosfomycin Trometamol (3000 <nonbreaking-space />mg).

Womit behandeln?

Empfohlene Antibiotikaregimes zur Dreitagestherapie der akuten Zystitis bei nicht schwangeren Frauen:

  • Cefpodoxim 100 <nonbreaking-space />mg <right-indent-tab />2x/Tag
  • Ciprofloxacin 250 <nonbreaking-space />mg<right-indent-tab /> 2x/Tag
  • Levofloxacin 250 <nonbreaking-space />mg <right-indent-tab />1x/Tag
  • Norfloxacin 400 <nonbreaking-space />mg <right-indent-tab />2x/Tag
  • Ofloxacin 200 <nonbreaking-space />mg <right-indent-tab />2x/Tag
  • TMP/SMX 160/800 <nonbreaking-space />mg<right-indent-tab /> 2x/Tag

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