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Meditation 15 Minuten in Tibet

Autor: Sabine Mattes

Die Studenten waren in der Lage, schneller zwischen den zwei wesentlichen Bewusstseinsstufen zu wechseln. Die Studenten waren in der Lage, schneller zwischen den zwei wesentlichen Bewusstseinsstufen zu wechseln. © iStock/goo.gl/73nyq6
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Meditieren hilft nicht nur, zu entspannen. Es kann auch die Gehirnaktivität positiv beeinflussen.

Viele Menschen berichten, dass Meditieren ihnen dabei hilft, besser zu fokussieren. Forscher der State University of New York in Binghamton haben versucht, diese Effekte mit MRT-Scans messbar zu machen. Dafür meditierten zehn Studenten über einen Zeitraum von zwei Monaten hinweg fünfmal pro Woche für jeweils 10–15 Minuten.

Im Vergleich zu den Ausgangswerten ließ sich in den MRT-Scans im Follow-up eine signifikant erhöhte funktionelle Konnektivität zwischen und innerhalb verschiedener Gehirnregionen erkennen. Die Studenten waren in der Lage, schneller zwischen den zwei wesentlichen Bewusstseinsstufen, dem Default Mode Network und dem Central Executive Network zu wechseln. Ersteres ist aktiv, wenn man nicht auf die Außenwelt fokussiert ist. Für aufmerksamkeitsfordernde Aufgaben wird das Central Executive Network aktiviert. Neben der „geistigen Geschmeidigkeit“, wie die Tibetaner diesen Wechsel zwischen den Bewusstseinsstufen nennen, half die Meditation auch, den fokussierten Zustand länger beizubehalten.

Diese Erkenntnisse könnten u.a. für die Alzheimerforschung von Bedeutung sein, wird die Seniorautorin der Publikationin der begleitenden Pressemitteilung zitiert.

Quelle: Zhang Z et al. Sci Rep 2021; 11: 11361; DOI: 10.1038/s41598-021-90729-y

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