Neue Leitlinie zur allergischen Rhinitis

Was bald bei allergischer Rhinitis gilt

21. Deutscher Allergiekongress
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Stand: 
|Lesezeit: 3 Min
Bei stärkeren Beschwerden ist die Kombination aus intranasalen Kortikosteroiden und Antihistaminika am wirksamsten.

Bis zur Publikation der ersten S3-Leitlinie zur allergischen Rhinitis muss man sich noch ein wenig gedulden. Doch die wichtigsten Empfehlungen sind schon in trockenen Tüchern. Ein Mitautor hat verraten, welche das sind.

Ob systematische Evidenzsynthese, GRADE-Framework, unabhängige Methodik oder formale Konsentierung: In die erste S3-Leitlinie zur allergischen Rhinitis hat man sehr viel Arbeit hineingesteckt und ist damit den Fachgesellschaften anderer Länder um Einiges voraus, weiß Prof. Dr. Martin Wagenmann von der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Düsseldorf.

Aus gutem Grund: Es handelt sich um die häufigste allergische Erkrankung, die etwa jede fünfte Person betrifft. „Trotzdem wird sie nach wie vor bagatellisiert und das hat sie nicht verdient“, betonte der Referent. Schließlich mindert die allergische Rhinitis die Lebensqualität vieler Menschen deutlich und hat einen messbaren Einfluss auf die Arbeitsleistung, was auch finanzielle Folgen haben kann. Nicht zuletzt ist sie der wichtigste Risikofaktor für die Entwicklung eines Asthma bronchiale. Umso erfreulicher sei es, nun eine Leitlinie auf höchstem Niveau zu haben.

Pricktest und Messung des allergenspezifischen IgE helfen bei der Diagnose allergische Rhinitis

Was erwartet uns darin? Nicht geändert hat sich zu Prof. Wagenmanns Leidwesen die Einteilung der Erkrankung in saisonal und perennial. Er würde die Klassifikationen „intermittierend“ und „persistierend“ bevorzugen. Da aber die Zulassungsstudien auf ersterer Unterteilung beruhen, musste man es bei dieser belassen. Der Schweregrad wird mittels visueller Analogskala (VAS) von 1 bis 10 bewertet und in „leicht“ (< 5) oder „mittel bis schwer“ (≥ 5) unterteilt. 

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