Vom Koronarkalk bis zur Stenose

Was die kardiale CT heute leisten kann

Aus der Fachliteratur
|Erschienen am: 
|Lesezeit: 3 Min
In der 3-D-Konstruktion der CT-Bilder lassen sich die Koronarien gut beurteilen.

Die CT ist aus der kardialen Diagnostik nicht mehr wegzudenken. Vor allem beim chronischen Koronarsyndrom spielt sie eine wichtige Rolle. Sie ermöglicht es, die Kalklast zu ermitteln, Plaques zu analysieren sowie Stenosen nachzuweisen.

Die kardiale Bildgebung mittels CT hat eine enorme Entwicklung durchgemacht. Diagnostisch verwertbare CT-Bilder sind heute auch bei höheren Herzfrequenzen, Arrhythmien, starken Verkalkungen und Stents möglich, schreiben Prof. Dr. Ralf Köster vom Cardiologicum Hamburg und Prof. Dr. Claas Philip Nähle von der Radiologischen Allianz der Hansestadt. Dank hoher Bildauflösung und minimaler Schichtdicken von 0,2 mm gelingt es zudem, die Morphologie von Koronarplaques zu beurteilen. Spezielle Software erlaubt es u. a., CT-basiert die fraktionelle Flussreserve zu bestimmen. 

Kalklast weist den Weg zur Statintherapie

Anhand nativer CT-Bilder lässt sich die koronare Kalklast ermitteln und der Agatston-Score berechnen. Ein Wert von 0 ist mit einer jährlichen kardiovaskulären Ereignisrate von nur 0,12 % assoziiert. Aufgrund der hohen prädiktiven Sicherheit erscheint in diesem Fall eine invasive Diagnostik oder lipidsenkende Therapie für mindestens 4–5 Jahre verzichtbar. Auch wenn klassische Risikofaktoren wie ein Diabetes mellitus vorliegen, geht das Fehlen von Koronarkalk mit einem stark verminderten kardiovaskulären Risiko einher. Allerdings schließt ein Score von 0 die KHK nicht 100%ig aus. Im Einzelfall können nichtverkalkte Soft-Plaques vorliegen. Dies betrifft vor allem junge symptomatische Patientinnen und Patienten. Bei ihnen sollte man deshalb zusätzlich eine CT-Angiografie durchführen. 

Sie wollen den ganzen Inhalt lesen?
Loggen Sie sich ein
Daten werden geladen...

Die Inhalte dieser Seite unterliegen dem Heilmittelwerbegesetz und dürfen nur ausgewiesenen Ärzten und medizinischem Fachpersonal zugänglich gemacht werden. Wenn Sie der Ansicht sind, dass Sie zu dieser Zielgruppe gehören, würden wir uns freuen, wenn Sie sich für einen kostenlosen Account registrieren würden! Im Anschluss erhalten Sie sofortigen Zugang zu diesem und vielen weiteren, interessanten Inhalten zu medizinisch-wissenschaftlichen Fachthemen! Aktuelle News, spannende Kongressberichte, CME-Fortbildungen und vieles mehr erwarten Sie! Wir freuen uns auf Sie! Die Inhalte dieser Seite unterliegen dem Heilmittelwerbegesetz und dürfen nur ausgewiesenen Ärzten und medizinischem Fachpersonal zugänglich gemacht werden. Wenn Sie der Ansicht sind, dass Sie zu dieser Zielgruppe gehören, würden wir uns freuen, wenn Sie sich für einen kostenlosen Account registrieren würden! Im Anschluss erhalten Sie sofortigen Zugang zu diesem und vielen weiteren, interessanten Inhalten zu medizinisch-wissenschaftlichen Fachthemen! Aktuelle News, spannende Kongressberichte, CME-Fortbildungen und vieles mehr erwarten Sie! Wir freuen uns auf Sie!

Das könnte Sie auch interessieren