Fachgesellschaft fordert Screening für Hochrisikogruppen
Bauchspeicheldrüsenkrebs bleibt oft lange unentdeckt. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) mahnt: Es braucht Prävention mit Präzision, fokussiert auf genetisch und familiär vorbelastete Risikogruppen.
Beim Pankreaskarzinom existieren keine gut sichtbaren Vorstufen, klassische Früherkennungsprogramme für die Gesamtbevölkerung sind nicht sinnvoll. Die DGVS fordert daher gezielte Präventionsstrategien für besonders gefährdete Gruppen: Personen mit familiärer Häufung, genetischen Tumorsyndromen, chronischer Pankreatitis oder bestimmten zystischen Veränderungen. Für diese stehen MRT und Endosonografie zur Verfügung.
Bislang seien genetische Testungen unzureichend finanziert, bundesweite Register fehlten, Angehörige würden nicht systematisch einbezogen, beschreibt die DGVS die derzeitigen Defizite. Jährlich erkranken rund 20.000 Menschen in Deutschland an Bauchspeicheldrüsenkrebs, die Fünf-Jahres-Überlebensrate liegt bei nur 10 %. Bis 2030 wird das Pankreaskarzinom bei uns wohl die zweithäufigste Krebstodesursache sein.
*Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten
Pressemitteilung – DGVS*