Hepatitis B

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Erreger der Hepatitis B ist das Hepatitis-B-Virus (HBV) – ein kleines, umhülltes DNA-Virus, das zur Familie der Hepadnaviridae gehört.  Die Virushülle besteht aus dem lipidhaltigen Hepatitis-B-Oberflächenantigen HBsAg (Hepatitis B surface antigen), das für den serologischen Nachweis einer akuten bzw. chronischen Infektion von Bedeutung ist. Die Hülle umschließt das Viruskapsid, das aus dem Core-Antigen (HBcAg) aufgebaut ist. Im Serum von Patienten findet man bei besonders hochreplikativ Infizierten meistens eine lösliche Form des HBc-Antigens, das von infizierten Leberzellen sezerniert wird. Dieses immunmodulatorische Protein wird als HBe-Antigen (HBeAg) bezeichnet.  Die Hepatitis B gilt als einer der häufigsten Infektionskrankheiten. Weltweit haben nach Angaben der WHO etwa 2 Milliarden Menschen eine HBV-Infektion durchgemacht oder durchlaufen aktuell eine Infektion – ca. 3% der Weltbevölkerung (ca. 240 Millionen) sind chronisch mit HBV infiziert. Am höchsten ist die Prävalenz von HBV in Sub-Sahara-Afrika und Ostasien (5-10% der Erwachsenen chronisch infiziert). Im Mittleren Osten und auf dem Indischen Subkontinent sind ca. 2 - 5% der Allgemeinbevölkerung betroffen – in Westeuropa und Nordamerika nur etwa 1 %.  Obwohl seit 1980 ein hoch wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht, ist die Zahl der Neuinfizierten immer noch hoch, wobei in letzter Zeit ein Trend zum Rückgang zu verzeichnen ist. Das Reservoir für Hepatitis-B-Viren bilden chronisch HBV-infizierte Personen (HBsAg-Positive), aber auch neu infizierte Personen insbesondere in den Wochen vor Erkrankungsbeginn.. Vor allem symptomarm oder symptomlos chronisch Infizierte mit hoher Virämie stellen eine Infektionsquelle dar    . HBV erreicht im Blut hohe Konzentrationen. In der Frühphase der Infektion (und bei HBeAg-positiven HBV-Trägern) ist fast jedes Viruspartikel infektiös, in der Spätphase und bei HBeAg-negativen Trägern dagegen meist nur jedes 100ste bis 1.000ste Viruspartikel. Daher kann das Virus in der Frühphase und bei HBeAg-positiven Trägern bereits durch kleinste Mengen Blut übertragen werden – z.B. bei geringfügigen Verletzungen der Haut oder Schleimhaut. Auch in Speichel, Tränenflüssigkeit, Sperma, Vaginalsekret, Menstrualblut und Kolostrum ist HBV enthalten, wenn auch in wesentlich geringeren Konzentrationen.  Übertragungswege: