Jodmangel in der Schwangerschaft
Jodmangel in der Schwangerschaft wirkt sich negativ auf die Intelligenz des Kindes aus
In Deutschland sind fast 50 %25 der Frauen im gebärfähigen Alter nicht ausreichend mit Jod versorgt.
Und laut der 2. KiGGS-Erhebung liegt nach den WHO-Kriterien derzeit bei ca. 58 % der Kinder und Jugendlichen ein Jodmangel vor. Das ist deutlich mehr als noch vor zehn Jahren (41,5 %), schreibt Professor Dr. Roland Gärtner von der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Das essenzielle Spurenelement muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Deutschland gehört wie fast alle kontinentalen Regionen zu den traditionellen Jodmangelgebieten, da in Boden und Wasser zu geringe Jodmengen vorliegen. Obwohl bereits vor vielen Jahren die Jodprophylaxe über das Salz eingeführt wurde, ist sie in Deutschland offenbar unzureichend.
So kann eine ausreichende Jodversorgung erreicht werden
- Zweimal pro Woche Seefisch oder Meeresfrüchte essen.
- 250–500 ml bzw. g Milchprodukte täglich verzehren.
- Ausschließlich Jodsalz im Haushalt verwenden.
- Nur Lebensmittel und Fertiggerichte kaufen, die mit Jodsalz hergestellt sind.
- Veganer/Vegetarier sollten zu z.B. Suppen oder Gemüse Meeresalgen hinzufügen.
- in der Gravidität, spätestens ab der zwölften Schwangerschaftswoche
- bis zum Ende der Stillzeit
- bei Unverträglichkeit von Fisch und Laktose
Quelle: Gärtner R. internistische praxis 2021; 64: 64-70