Zervixkarzinom

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Die überwiegende Zahl der Zervixkarzinome (ca. 80 %) sind Plattenepithelkarzinome, die zumeist auf dem Boden einer Infektion mit High-Risk-Typen der humanen Papillomaviren (HPV) entstehen. Das Zervixkarzinom entsteht hier meist in der Transformationszone als Plattenepithelmetaplasie des zervikalen Zylinderepithels. Etwa 20 % sind Adenokarzinome. Der Entwicklung eines Zervixkarzinoms gehen Karzinomvorstufen (sogenannte zervikale intraepitheliale Neoplasien – CIN) voraus, die sich in der Regel gut im Rahmen der Früherkennung mittels Abstrichzytologie erkennen lassen. Diese sog. Pap-Abstriche werden in Deutschland im Rahmen der Krebsfrüherkennungsuntersuchung jährlich ab dem 20. Lebensjahr empfohlen. Seit wenigen Jahren ist zu dieser Präventionsmaßnahme eine Impfung gegen die wichtigsten HPV-Typen hinzugekommen, die von der STIKO für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen wird. Als Risikofaktoren des Zervixkarzinoms gelten alle Faktoren, die eine HPV-Infektion begünstigen. Dazu gehören z.B. früher erster Geschlechtsverkehr, häufig wechselnde Geschlechtspartner, andere Genitalinfektionen und unzureichende Genitalhygiene. Durch die regelmäßigen Früherkennungsuntersuchung und die verbesserte Genitalhygiene ist die Häufigkeit des Zervixkarzinoms in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Während es 1971 bei uns noch das häufigste Karzinom der Frau war, war es 2010 nur das zwölfthäufigste mit einem Anteil von 2,1 % aller Malignome. Man geht davon aus, dass durch die Implementierung der HPV-Impfung im Jahr 2007 die Inzidenz- und Mortalitätsraten zukünftig weiter sinken werden.