Erhöhte Wirksamkeit und reduzierte Toxizität

CAR-T-Zellen beim Lymphom: Antikörper-Bridging scheint vorteilhaft

EHA 2026
|Erschienen am: 
|Lesezeit: 3 Min
Bispezifische Antikörper sind der konventionellen Chemotherapie beim Bridging vor der CAR-T-Zell-Therapie offenbar überlegen.

Beim rezidivierten oder refraktären LBCL könnte das Bridging vor der CAR-T-Zell-Therapie neu gedacht werden: In einer deutschen Studie waren bispezifische CD3xCD20-Antikörper im Vergleich zur Chemotherapie mit weniger schweren Neutropenien und einem Trend zu einem besseren Ansprechen verknüpft.

T-Zellen mit chimärem Antigenrezeptor sind zu einem festen Bestandteil in den Therapiealgorithmen verschiedener Non-Hodgkin-Lymphome geworden. Insbesondere bei rezidivierten oder refraktären aggressiven B-Zell-Lymphomen (LBCL) werden diese häufig eingesetzt. Die Herstellung erfolgt bisher in der Regel aus autologen Lymphozyten, was aufwendig ist und einige Wochen in Anspruch nimmt.

Um die rezidivierte oder refraktäre Erkrankung in dieser Zeit in Schach zu halten, aber auch um die Wirksamkeit der Gesamtbehandlung zu steigern, wird bis zur Infusion der gentechnisch veränderten Zellen meist eine Holding- oder Bridgingtherapie verabreicht. Neben einer konventionellen Chemotherapie können für dafür bispezifische Antikörper wie Epcoritamab oder Glofitamab gegeben werden, die einerseits das CD20-Antigen auf den Lymphomzellen und andererseits das CD3-Antigen auf T-Zellen erkennen. Dadurch bringen sie Lymphom- und zytotoxische Zellen in engen Kontakt, sodass Letztere die Tumorzellen leichter lysieren können.

 
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